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  • Birgit Weise-Montag

Was uns wirklich beunruhigt ...



Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht auf die Dinge ... (Epiktet, stoischer Philosoph)

Macht Dir die nicht enden wollende Corona Krise immer mehr zu schaffen? Die Angst, sich mit der Mutante anzustecken, oder, noch beunruhigender, einen nahestehenden Menschen? Der Alltag mit so vielen Einschränkungen und so wenig Kontakten im Außen? Mit möglicherweise spürbaren finanziellen Einbußen? Die negativen Gedanken und Ängste, die sich fast überall unterschwellig zeigen? Vielleicht haben sich auch ganz neue Fragen zu Deinem bisherigen Leben aufgetan, die Dich nicht mehr loslassen?


All diese Gedanken und möglichen Sorgen sind mehr als verständlich. Die allgemeine Verunsicherung wird vielfach durch die große und oftmals widersprüchliche Informationsflut in den verschiedenen Medien noch verstärkt.


Doch viel zu wenig befassen wir uns damit, was jeder von uns aktiv tun kann, um diese außergewöhnlichen Zeiten zu meistern. Und vielleicht sogar gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Und damit meine ich nicht das Einhalten der sog. AHA Regeln, um das Virus fernzuhalten - das versteht sich von selbst -, sondern den Umstand, sich über seine "Sicht auf die Dinge" bewusst zu sein.


Wieso die so wichtig ist? Weil unser Wohlbefinden auf allen Ebenen - Körper, Geist und Seele -, in enger Beziehung zu unserer Sicht auf die Welt und auf uns selbst steht. Viele unserer Gedanken und Reaktionen wirken sich belastend auf unser Befinden aus, da sie oft auf irrationalen, begrenzenden Überzeugungen beruhen, die wir vielfach schon seit Kindesbeinen in uns tragen. So ist bspw. ein Gedanke wie "Wenn sich die Situation nicht bald ändert, wird sie nicht mehr lösbar sein!" nicht zwingend logisch, doch die Bewältigung derselben wird dadurch erst einmal noch stressiger, vor allem, wenn es wiederkehrende Gedanken sind, die schon die allgemeine Stimmung prägen. All dies kann darüber hinaus sogar das Immunsystem schwächen. Wie gesagt, das enge Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele...


Doch das muss nicht sein. Wie Epiktet zu Recht gesagt haben soll, es ist unsere Sicht auf "das Ding" und nicht das Ding selbst, das uns beunruhigt. Es beunruhigt uns im Zweifel, weil wir - oder ein uns nahestehender Mensch - in der Vergangenheit eine schlechte Erfahrung gemacht haben - mit einem Menschen, einem Tier, einer anderen Herausforderung. Es hat sich in unserem Unterbewusstsein eingeprägt. Die Erfahrung könnte heute eine ganz andere sein, mit einer neuen Erinnerung, wenn wir es zuließen ... !


Du bist bereit für eine neue Erfahrung? Dann richte Dich ein wenig auf, nimm' ein paar tiefe Atemzüge, und nun bitte ich Dich, eine Dich möglicherweise belastende Sichtweise so offen wie möglich zu hinterfragen: Ist die Sicht, die ich grade zum Ausdruck bringe, wirklich begründet? Und ganz bewusst zu schauen, ob es auch andere Möglichkeiten gibt, auf die Situation zu reagieren - eine konstruktivere, angemessenere, wertschätzendere, auch Dich selbst betreffend, vielleicht sogar eine mit ein wenig Humor. Und ein solch' frischer Blick kann zu manch' stärkenden "Aha Momenten" führen - auch ein wichtiges Aha: Ich habe die Wahl !


Und wenn Du diese "innere Wahl" zu Deiner neuen Priorität machen würdest? Sobald Du sie regelmäßig nutzt, am besten sogar trainierst, mit Herz und Verstand, wirst Du feststellen, wie befreiend und zuträglich sie sich auf Dein gesamtes Befinden auswirkt. Mehr Klarheit, Gelassenheit und Lebensfreude ist bei vielen meiner Klienten oftmals die Folge. Auch ich habe mir diese so wichtige Ressource zu Nutze gemacht, jeweils bewusst zu entscheiden, wie ich auf eine Situation reagiere, und ich will sie nicht mehr missen. Doch ich meine damit nicht die bestmögliche Perspektive, um anderen zu gefallen, sondern eine solche, bei der ich mit mir selbst im größtmöglichen Einklang stehe.


Vor allem in den schwierigen Situationen des Lebens, die es immer geben wird - Corona ist nur eine besondere Ausprägung - kann ein unvoreingenommener Blick auf eine Situation diese enorm entschärfen. Und darüber hinaus unser Vertrauen darin, dass sich tragfähige Lösungen immer finden werden, enorm stärken.

Gleichwohl bedarf es einer gewissen Routine, um neue unterstützende Netzwerke im Hirn zu bilden. Zu schnell laufen wir sonst Gefahr, wieder in alte Muster zu verfallen, besonders in Stresssituation. Gerne unterstütze ich Dich als ganzheitlicher Coach und Therapeutin auf diesem Weg.


Ein kognitiver Ansatz, aber auch Hypnose und Entspannungstechniken, wie Meditation und bewusstes Atmen, sind in diesem Zusammenhang sehr wertvolle Vorgehensweisen. Sie fördern allesamt nachhaltige Veränderungen im Unterbewusstsein und helfen insofern nicht nur in der gegenwärtigen Situation, sondern auch langfristig, sei es, um mit negativen Gedanken und Emotionen umzugehen oder aber das Vertrauen ins Leben und in sich selbst zu stärken. Sie sind insofern auch wertvolle Begleiter, wenn Du bspw. über neue Wege nachdenkst, mglw. hervorgerufen durch die gerade so intensiv erlebte Unbeständigkeit unseres Lebens(alltags), und gefühlsmäßig in einer Sackgasse steckst. Was es auch ist, es verdient, in einer Weise angegangen zu werden, die Dir und Deinem möglichen Anliegen gerecht wird und Dir dabei hilft, mit Dir im Einklang zu stehen, von innen herauß. Wie gesagt, Du hast die Wahl. Sei es Dir wert.


In diesem Sinne – sorge gut für Dich und bleibe gesund. Und zögere nicht, Dich bei mir zu melden, solltest Du professionelle Begleitung wünschen. Ich arbeite in Deutsch und in Englisch, sowohl vor Ort in meiner Praxis in Brüssel (unter Wahrung der aktuellen Hygiene Vorschriften) als auch per Video Konferenz und per Telefon.


Von Herzen alles Gute,

Deine Birgit Weise


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